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Vom Gespür, den Ton nicht hören sondern fühlen zu können.

Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte “Scary Breathe of Drone under the Fragile Skin“ zum Thema und beschreibt musikalisch das laute Grollen des Drone, den leisen Schatten seines Atem und warum die Haut kein Grenze, sondern ein Verstärker im Fluß der Frequenzen ist.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 18. April 2017, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Lubomyr Melnyk – Illirion
Jóhann Jóhannsson – First Encounter
Alphaxone – Witchcraft
Jóhann Jóhannsson – Arrival
A-Sun Amissa – The Recapitulation
Xerxes The Dark – Ethereal
Ensemble Economique – Gonna Get Right with God, Right After This Next Cigarette
ANOHNI – Crisis
21:00 – 22:00
The Church of Synth – Der Fall von Leviathan (Burial Hex Deathcall Remix)
Glissando – For the Light
Jóhann Jóhannsson – Hydraulic Lift
Nick Cave & Warren Ellis – Mars
Empusae feat. CHVE – Guiding Light (short)
Ben Frost – A Crude Awakening
SOPHIA – The Unclean
Fraunhofer Diffraction – Todesopfer I
Genocide Organ – Face of Horror
Antonio Cora – The Cellar
SOPHIA – Condescension
Igorrr – ieuD
FragileSkin
Album der Sendung I
Empusae feat. CHVE –
LUEUR

EmpusaeCHVE

Empusae Official
Filmtipp der Sendung
Arrival


Arrival
Album der Sendung II
A-Sun Amissa –
The Gatherer

ASunAmissa

A-Sun Amissa @ SLOWSECRECT
Arrival.

Das Ende einer Geschichte sollte nie am Anfang stehen.

Ein Mädchen wird geboren, ihre irdische Zeit ist begrenzt. Eine Frau und ihre Erinnerungen an Momente vor dem Ereignis.

Eines Tages landen weltweit 12 unbekannte Objekte. Wenige Meter über der Erde schwebend, öffnet sich alle 18 Stunden ein Zugang ins Innere – einen Korridor mit veränderter Schwerkraft.

Während die Welt rätselt, was diese geheimnisvollen Objekte sind und welchem Zweck ihre Ankunft dient, rekrutiert Colonel G. T. Weber vom US-Militär die Linguistin Dr. Louise Banks sowie Ian Donnelly, Wissenschaftler in Theoretischer Physik. Ziel ist die Kommunikation mit der fremden Spezies im Inneren der Flugobjekte. Die Kontaktaufnahme mit den Aliens, sogenannten Heptapoden, gelingt. Es stellt sich heraus, das die Logografie der Schlüssel zur Kommunikation mit ihnen ist. Sprache in grafische Zeichen und Symbole zu übersetzen ist aber ein langwieriger und auch fehleranfälliger Prozess. Aufgeheizt von medialer Hysterie, verfällt die Erde zwischenzeitlich in Panik. Die Schiffe werden zunehmend als Bedrohung wahrgenommen. Bis die Situation mit der falschen Interpretation eines Zeichens eskaliert …

"Arrival" ist mehr als ein klassischer Science-Fiction-Film. Vielmehr stellt Regisseur Denis Villeneuve philosophische, fundamentale Fragen, zu einem breit gefächerten Themenkomplex zwischen Sein und Zeit. Die Bilder sind wuchtig und hypnotisch, eingebettet in ein Meer außergewöhnlicher Soundcollagen. Jóhann Jóhannsson kreierte hier keinen Soundtrack, sondern einen Rausch, der jede Sekunde von "Arrival" intensiv erlebbar und unvergesslich macht. Amy Adams, Jeremy Renner und Forrest Whitaker spielen zudem intensiv auf und geben ihren Figuren vor allem Glaubwürdigkeit und die nötige Tiefe.

Mit "Arrival" gelingt Denis Villeneuve ein ruhiger – und gerade deshalb – großartiger Science-Fiction, der berauscht und gefangen nimmt. Jeder Moment ist perfekt inszeniert, spannungsgeladen und eingebettet in ein Feuerwerk aus Ton und Musik. Ein opulentes Meisterwerk und in seiner Gesamtheit einzigartig.

Es gibt Tage, an denen die Geschichte vorherbestimmt und das Verstehen von Zeit als nicht linearer begreifbar ist. Dann sind Anfang und Ende nicht die Grenzen, sondern das Zentrum. /.fjs/

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Vom Drehen am Radiophon und dem Vernehmen des Sendetons.

Dise Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
“The Electric Preacher Man“ zum Thema und ging musikalisch der Frage nach, warum die Sehnsucht nach haptischer Wahrnehmung im digitalen Zeitalter sinnlich und die akustische Kernschmelze im Analogen ein Genuss ist.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 21. März 2017, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Max Richter – A Lovers Complaint
Sólstafir – Ótta (Elevator Mix)
I Hear Sirens – Lights and Clockwork
We Lost the Sea – A Gallant Gentleman
Me And That Man – Ain't Much Loving
Nick Cave & The Bad Seeds – Skeleton Tree
Anders Brørby – We Sat in Silence, Watching Each Other Disappear
MONO – Black Rain Rainbow
Katla – Hyldýpi
21:00 – 22:00
Willard Grant Conspiracy – Ghost of the Girl In the Well
Me And That Man – My Church Is Black
I Hear Sirens – I Am the Fading Sun
Deafcult – Conditions
ctrlaltdelete – Each of These Innocents On the Street Is Engulfed By a Terror of Their Own Ordinariness
Collapse Under the Empire – We Are Close As This
Eleventh He Reaches London – Scorpion Entertainment Owes Us $1,000
Emptiness – Digging the Sky
Neurosis – Broken Ground
Zeal & Ardor – Come On Down
ElectricPreacherMan
Album der Sendung I
Me And That Man –
Songs of Love and Death

MeAndThatMan

Me And That Man Official
Filmtipp der Sendung
Marketa Lazarová


Marketa
Album der Sendung II
Zeal & Ardor –
Devil Is Fine

ZealArdor

Zeal & Ardor Official
Marketa Lazarová.

Die Zeit der Wölfe.

"Unsere Geschichte ereignete sich während eines harten Winters, dessen Fröste so streng waren wie das Christentum jener Zeit. An solchen Tagen ist es besser, am Feuer zu sitzen und sich an Geschichten von früher zu erinnern, an Geschichten von törichten Taten, wie sie der Zufall wollte."

Unsere Geschichte spielt in der düsteren Epoche des Mittelalters. Irgendwann im 13. Jahrhundert. Irgendwo zwischen Böhmen und Sachsen.

Über Rohácek regiert der Freibauer Kozlík, ein gewalttätiger Dieb, Tyrann und Mörder. Seine Söhne stehen ihrem Vater in nichts nach und führen die Familientradition weiter. Eines Tages überfallen Miklas und sein Bruder Adam, beides Söhne von Kozlík, einen deutschen Grafen namens Christian und nehmen ihn gefangen. Dieser war mit seinem Gefolge auf dem Weg nach Bunzlau. Christians Vater, der fliehen konnte, wendet sich mit der Bitte um Rache an seinen König. Dieser kommt der Bitte nach und schickt seinen Hauptmann Pivo nach Rohácek um Kozlík festzunehmen.

Aus Angst vor Vergeltung schickt Kozlík seinen Sohn Miklas in die südlich von Bunzlau gelegene Festung von Kaufmann Lazar. Der aber lehnt, unter den Augen seiner Tochter Marketa, eine Allianz gegen den König ab. Durch die Schmach gedemütigt, sucht Miklas den Kampf, nimmt Lazars Festung ein und Marketa gefangen. Marketa, rein und unschuldig und auf ein Leben im Kloster vorbereitet, wird verschleppt und geschändet. Und der königliche Hauptmann kommt unaufhaltsam näher.

Die in Rückblenden und aus Versatzstücken erzählte Geschichte um "Marketa Lazarová" ist ein berauschendes Epos. Bildgewaltig und übernatürlich. Ein visuelles Magnum Opus, ein Rausch der Sinne. Perfektioniert durch einen unerhörten Soundtrack, dem es wahrlich ebenfalls nicht an Größe mangelt.

Nicht weniger als der beste tschechische Film aller Zeiten darf sich das fast 3-stündige "Marketa Lazarová" aus dem Jahr 1967 nennen. František Vláčils Verfilmung eines Romans von Vladislav Vančura ist in seiner Ganzheit eine zutiefst sinnliche Erfahrung. Der in schwarz-weiß gedrehte "Marketa Lazarová", entwickelt sich mit jeder Minute Laufzeit mehr und mehr zu einem schier unerschöpflichen Quell an Opulenz und Mystik. Ein poetischer Rausch der nachhallt. Länger und intensiver als gewöhnlich.

Ohne auf die Entstehung des Films, den gesellschaftlichen Kontext und die künstlerischen Hintergründe einzugehen
(dafür bietet der Herausgeber "Bildstörung" jede Menge Informationen) darf und muss man festhalten: "Marketa Lazarová" ist eine Ikone des europäischen Films. Eine Geschichte um Liebe, Verlust und Gewalt – von Mensch, Natur und Tier – eingebettet im Spannungsfeld um das aufstrebende Christen- und das verschwindende Heidentum. Kurzum: Ein filmisches Meisterwerk.

"Als Mensch unter Wölfen aufgewachsen – zum Wolf unter den Menschen geworden". Wie wahr. /.fjs/

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Für Geli, die Seele von Radio Rheinwelle. Zu früh bist Du auf die letzte Reise gegangen. Wo auch immer Du jetzt bist, welchen Ort Du jetzt mit Deinem Lachen beglückst, diese Sendung ist für Dich. Du wirst fehlen, aber für immer in meinem Herzen bleiben …


Über den Moment, in dem man das Fenster schließen und ein Buch lesen sollte.


Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
“Nocturnal Sobriety“ zum Thema und ging musikalisch der Frage nach, warum das nächtliche Stehen am offenen Fenster für Schnupfen sorgt und dass das Wasser, das einem bis zum Halse steht, nur ein Traum ist, an den man sich am nächsten Tag nicht mehr erinnern mag.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 21. Februar 2017, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Moby – Pale Horses (Ambient)
Isomer – Dawn Chorus
Ruelle – Take It All
Vangelis – Movement II
Agnes Obel – It's Happening Again
Michael Cashmore feat. Antony Hegarty – How God Moved at Twilight
Anders Brørby – Bodies in the Water
Propergol – Escape From...
Moby – Walk with Me
Moby – Walk with Me (Ambient)
Christopher Young – The Truth Seeker
Hologram_ – Echoes
Haus am Rand – Radioteori
Xsodect – Behind
21:00 – 22:00
Die Antwoord – Donker Mag
The Inward Circles – And in Their Groves of the Sun This Was a Fit Number
Lowercase Noises – Sweet Pea
Aaron Martin & Christoph Berg – Until Tomorrow Then
FOUDRE! – Ruins / Medusa
Ashtoreth – Dawn Rite
FOUDRE! – Sleep
Anders Brørby – When You Look into the Abyss
Hologram_ – Coda Sphera
Laibach – America
Lawless (feat. Little Ashes) – Likeness
NocturnalSobriety
Album der Sendung I
FOUDRE! –
EARTH

FOUDRE

FOUDRE! @ Gizeh Records
Filmtipp der Sendung
Sightseers


Sightseers

Album der Sendung II
Hologram_ –
Amen: Requiem for Heart Fragment

Hologram

Hologram_ @ Bandcamp (Ant-Zen)
Sightseers.

Tina ist 34 und lebt bei ihrer Mutter.

Tina ist schüchtern und steht auf selbst gehäkelte rosa Reizwäsche.

Tinas Leben versinkt im langweiligem Grau des Alltags.

Dann lernt Tina eines Tages Chris kennen. Er ist ein Außenseiter – genau wie sie. Schnell ist aus dem Kennenlernen Liebe geworden. Immer häufiger und schwerer legt sich der Familienterror der diktatorischen Mutter auf Tinas Gemüt. Die stetige Steigerung der mütterlichen Hysterie, ausgelöst durch den Tod des Hundes der Mutter, lässt der frisch verliebten Tina endlich den nötigen Raum, um sich zu einer Auszeit zu entschließen. Zusammen mit Chris beginnt sie eine Rundreise im Wohnwagen durch England.

Chris ist ein Mann mit Prinzipien, ein Pedant. Schnell wird klar das er wenig davon hält, aufgestellte Regeln zu brechen. Für Regelbrecher enden diese Begegnungen dann meist ausgesprochen bizarr. Mal macht man Bekanntschaft mit einem Stein auf dem Kopf, mal hat man ein Rendezvous mit der Rückseite des Wohnwagens im Rückwärtsgang.

Irgendwann dämmert Tina, das Chris eine sehr spezielle, aufbrausende Art hat. Die eine oder andere Leiche lässt den Verdacht aufkommen, das Chris ein Serienmörder sein könnte. Aber Scheiß drauf, Tina hat keine Lust sich die Laune und die neu gewonnene Freiheit nehmen zu lassen. Zudem Chris sie auf Händen trägt und sie glücklich macht. So geht ihre Reise weiter, während die Zahl an Toten weiter steigt.

Regisseur Ben Wheatleys "Sightseers" ist ein herrlich böser Film. Schwarzhumorig auf die britische Art. Mit Gelassenheit und Ruhe inszeniert er Szene für Szene – unaufgeregt und ziemlich cool. Dabei funktioniert "Sightseers" auf verschiedenen Ebenen. Grundtenor und Auslöser der tödlichen Vorfälle sind immer das Zusammenspiel von Egoismen und Ignoranz in Kombination mit einer gesellschaftlich verankerten Kommunikationsstörung. Dabei ist "Sightseers" kein moralischer Film, sondern – und gerade durch die Vielzahl an versteckten kritischen Untertönen – ein Film mit allergrößtem Unterhaltungswert.

Die britischen Stand-up Comedians Alice Lowe und Steve Oram erwecken nicht nur die Figuren Tina und Chris mit Hingabe im Film zu einem Leben, das man meinen mag, sie spielen sich selbst, sondern sind auch noch für das Drehbuch verantwortlich. So großartig war britischer Humor lang nicht.

Ben Wheatley ist mit "Sightseers" ein großer Wurf gelungen. Zudem ist "Sightseers" klug inszeniert – gerade in Hinblick auf die Figur des Chris, welcher sich als Serienmörder immer auf dem gleichen Level wie seine Opfer bewegt. Aber auch als jemand, der das Ventil zum Inneren Tinas öffnen und die brodelnde Lava herausströmen lassen kann. Die Art und Weise wie Chris dadurch selbst zum Opfer durch Tinas Manipulationen wird, ist beispiellos. Man kann nur festzustellen: "Sightseers" ist ein feiner und finsterer Anschlag auf unsere Lachmuskeln. /.fjs/

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Vom Augenblick, in dem man das Gleis wechselt und die Richtung ändert.

Die erste Ausgabe der Radioshow "Reset Black" in diesem Jahr hatte
“No Looking Back“ zum Thema und beschrieb musikalisch die Melancholie ausgetretener Pfade, das Verlassen dieser und warum der nach vorn gerichtete Blick das Potenzial besitzt, den Horizont in neuer Schönheit erstrahlen zu lassen.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 24. Januar 2017, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Glissando – Of Silence
Jayne Amara Ross, Frederic D. Oberland & Gaspar Claus – The Bed-Crows / Girasol
Loscil – Helluland
Resina – Nightjar
Olga Wojciechowska – Faith Tuner
Olga Wojciechowska – To Feel Much More Than Now
Eluvium – Everything to Come
FOUDRE! – Goliath
Joolz – Bad Blood
Andrea Parker – Lost Luggage
Lamb – Gorecki
21:00 – 22:00
Woodkid – The Golden Age
Patrick Cassidy feat. Danielle de Niese & Bruno Lazzaretti – Vide Cor Meum
Rebekah Del Rio – Crying (Llorando)
Ane Brun – Linger With Pleasure
Item Caligo – Waiting for tears
Letum – A Scent of a Tear
Roly Porter – High Places
Abel Korzeniowski – And Just Like That
Teho Teardo & Blixa Bargeld – The Empty Boat
Jeff Herriott & S.Craig Zahler – One Man Walks
The Frozen Vaults – Hard Frost Fields
Bersarin Quartett – Schwarzer Regen fällt
Moonbeam – Kamlanie
Her Blood in my Veins – Empty Faces
Conjecture – Tupilaq
nolookingback
Album der Sendung I
Glissando –
The World Without Us

Glissando

Glissando @ SLOWSECRET
Filmtipp der Sendung
Excess Flesh


ExcessFlesh
Album der Sendung II
Eluvium –
Talk Amongst the Trees

Eluvium

Eluvium Official

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Der Raucher.

Von der Tragödie der Einsamkeit, der Entmenschlichung und dem Verlust von Empathie in einer deutschen Stadt. Unserer Stadt. Unserer Heimat. Unserem Kiez.

Es ist Dezember. Zwischen Vorder- und Hinterhaus markiert der beige Mittelbau die kommunikative Grenze. Über Jahre hinweg die Heimat des Rauchers. Irgendwo sieht dort ein junger Mann aus dem Fenster. Schaulustig. Heimliche Blicke auf das Treiben davor gerichtet. Polizei. Kriminaltechniker. Und irgendwann eine Bahre, getragen von zwei unscheinbaren Männern. Es dunkelt. Das Licht im Hof bleibt absichtlich aus. Der Pietät wegen. Eine letzte Reise.

Hinter anderen Fenstern ahnt man weitere Neugier. Schatten und die leichten Bewegungen der Vorhänge verraten sie. Noch einen Blick auf die Bahre erhaschen. Als es nichts mehr zu sehen gibt, Playstation vielleicht. Weitermachen wie bisher. Wir haben Licht an. Sie sollen sehen, das wir sie sehen.

Der Raucher. Ein Nachbar. Irgendwo zwischen unbekannt und vertraut. Weit weg und doch da. Eine lange Reise endet hier. Eine Haustür nur, separierte über Monate die Freude am Leben der Einen vom einsamen Kampf um selbiges des Anderen. Erhöhte Frischluftzufuhr im Mittelhaus als es zu stark roch. Die Post, die aus dem Briefkasten quillt, präzise und mit geometrischer Genauigkeit vor der Tür aufgetürmt. Das muss schon sein. Die Pflanzen sind vertrocknet. Nicht wahrgenommen. Dem Verfall freien Lauf gelassen. Das Schicksal arbeitet an seiner Vergesslichkeit.

Wir bringen dem Raucher ein Brandopfer. Auf ihn. Und gegen die Wut auf die Ignoranz.

Allmählich wird es ruhiger im Kiez. Das Schwarz der Nacht hüllt die Stadt in ihren Schlaf. Ein Wind zieht auf und die Seele fordert ihren Tribut. Sie will raus. Schwingt sich der Traurigkeit zum Trotz empor. Nach vielen Monaten endlich frei sein. /.fjs/

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THO-SO-AA – Lost In Experimental Garbage.

Unser neues Video zum Song "Lost In Experimental Garbage" von THO-SO-AA ist fertig. Wie immer: viel Spaß beim anschauen/hören.

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5 Questions to: Colin H. van Eeckhout (CHVE, AMENRA, Church of Ra).

Colin H. van Eeckhout (CHVE) is the founder of the belgian band AMENRA and the art construct named Church of Ra (COR). By his intense soloproject CHVE Colin H. van Eeckhout flanks Church of Ra and enriches thereby their artistically aesthetic.
In addition Colin H. van Eeckhout is also involved into musical projects such as KINGDOM, SEMBLER DEAH, HARLOWE and CAAN.

The music of CHVE is a dark, ritual experience. A revelation. Hypnotic and sacred. A spiritual energy, born at a sea of pain and suffering. A metamorphosis of light and shade.


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Colin H. van Eeckhout. Photographer: Olli Bery (olli-bery.com)


Reset Black: For some of us Church of Ra is just a collective. Consisting of artists completing each other and sharing equal philosophical ideas. For some the inner circle of Church of Ra is a dark sea with majestic bridges leading to the centre named temple of AMEMRA. It is said that each thought falling into the sea becomes a whispering. The more those whisperings spread the louder and more hypnotic it will be. Which of both theories is the best description of Church of Ra and what does the existing of Church of Ra means for you individually?

Colin H. van Eeckhout: COR will never be just a collective, to me. To others maybe. But I have the impression that we are building something bigger, something substantial.

At its origin is AMENRA indeed. And as we were building what some could see as our temple our church, other likeminded people joined us and are still joining us. It saddens me to hear people talk about just a summation of bands. It is about more than that, it’s a bout a moral mindset, an approach to life. That we will never write down. it is open to all interpretation. At is base lies the essence of life, in all it’s glory and Light, and subsequently all its Darkness and misschief.

It is a view, a stance in life, that we try to portray through art instead of scripture or ruling. Sharing experience and wisdom. Beauty within the Ugliness.

Reset Black: The consequent musically development since AMENRA’s brute masterpiece MASS V is leading in your history to 2 extraordinary releases. First there is AMENRA’s unique acoustic album Alive. And next there is the first longplayer RASA from your soloproject CHVE. Especially RASA is a dark, ritual revelation – a sacred oeuvre. It sounds as if deep suffering and infinite pain are transforming into spiritual energy and salvation. What are the reasons to create RASA as intense and gritty? It almost sounds like a broken soul …

Colin H. van Eeckhout: “Reason” it is an abstract force that forces you into creation, I sometimes have ideas or images in my head, that I simply ‘feel’ it is my duty to make it real. Or share it with others. There is no strategic marketing involved, we simply feel ‘we have to’ …

Alive grew out of the pure necessity to document this phase in our existence. We had released an acoustic ep called ‘Afterlife’ in 2009, as a living testament to our children. Acoustic Live shows came more numerous after a few years, and we felt as if we had entered a new chapter in our existence. I truly believe it completes us as a band, the use of ‘less’ volume and more vulnerability of all of us, obliges us to reach out to a new emotional palet that we don’t necessarily use in AMENRA’s heavy form. I believe it enriches us. We tell our story in a different way, as we do with everything art related.

Rasa, came instinctively. I had bought a hurdy gurdy together with Lennart (Amenra, Oathbreaker) and we were looking for ways to incorporate the instrument in AMENRA’s new material. I was the first one to claim the instrument for a while and started experimenting with effects and amps and so forth, everything was new and open, since we don’t really have anyone close to us whom knew the instrument, and how to work around it.

The freedom worked liberatingly well, and pretty soon I had created the first work, Rasa. Only because Mathieu (AMENRA, Syndrome) and Dehn Sora (Treha Sektori, Sdeah) persuaded me in making an actual release out of it, my first solo album was born. But only with lots of help from Dehn, whom gave me confidence and helped me with the producing part.

Rasa, mainly, questions a mans position in life. A father reduced from patriarch to child. Sometimes ideas like that linger inside my head, and instead of losing myself inside my own head, I use the thought and tension, to create music, or make art in general. It got triggered when one of my family members got really sick a couple of years back now, changing the lives from everyone around him.

Reset Black: Contrasting AMENRA and CHVE some things are evident. On the one hand we have this 4 year old, very physical and brute album MASS V – and on the other hand there is these much more fragile and soulful album RASA. Although the differing styles there are lots of linking elements. Both oevres are wafted by a spiritual nebula and become merged by a kind of ethereal affinity. Especially their visual aesthetic is remarkable. Are those works only rhetorical devices to enrich the music by an additional emotional momentum? Or is the idea to come into existence of something "bigger". Further levels and spaces seem to be created …  

Colin H. van Eeckhout: I think I semi answered this question above. :) 

Both really, I like how you refer to the rhetorical nature of it, that is beautifully put. It is actually as simple as that, a lot of the artistic works, be it video or music, where we question ourselves, might not ever need to be answered. It is the process that sometimes enriches us most as human beings.
The visuals and video, are merely additional mediums to tell the story, visualize the sentiment. The moment, I genuinely believe that they make it a more memorable piece of art.

I do believe that all different artistic media combined, make of it a ‘bigger’ creation, a stronger one. We need to take it as far as we humanly can.

No matter what style I will most likely create, it will always be the same story, I am not a man of concepts. I am who I am. I have my life, and I only have my story to tell, no one elses. But maybe if we succeed to stay true to its essence we succeed in making it everyones story. That is what I believe to be its true strength.

Reset Black: Currently you are on tour. Beside Syndrome, a further project from the environment of Church of Ra, you are on stage with the terrific Jozef van Wissem. Quite recently you were live on stage with the legend of neofolk: Death in June. Considering both projects there are very probably similarities. Otherwise CHVE seems to be more free and spread in its musically work. How does this exceptional musical rendezvous happens?  

Colin H. van Eeckhout: Difficult to explain, through our ‘careers’ we simply come across kindred spirits time and time again. I believe there is an unconditional respect between all artists who paved their own (long) paths. And sometimes they cross, it is a beautiful thing really. Be it Douglas or Jozef, I was truly honored to share those moments with them. When there is a connection, you always know new things might come from that. You simply feed off each others inspiration, and come to new ideas way quicker. You learn from each other. Its beautiful really. You learn a lot when on the road.

Reset Black: On november 11 the time has come: Release date of your latest solo album 10910. Attending you are on tour – also in Germany. The official teaser trailer is already awesome. What exactly do we have to expect? A musical continuation of RASA? Or do you break open a completely new room inside the universe of Church of Ra?

Colin H. van Eeckhout: Not yet :) It is indeed a continuation of what I started with Rasa. You see, Rasa was written and then reconstructed in the studio, whereas the studio is a totally different world from ‘a stage’. You simply have more control and a zillion more options, to work with. You can keep on building and there are no restrictions. Whereas live, when on your own. You only have the options you allow yourself to have. So you have to deconstruct again, but always work with that essence.

10910 is a stripped down, honest representation of what CHVE does live for the moment now. Thats why I wanted it to be a one take recording, no compromise. From the gut. The ‘moment’ is a very powerful thing. You instantly feel it. Aaron Harris (Isis etc) took it to a higher level with his mix, together with my friend Jerboa, who mastered it.

Artwork was done by Tine Guns and Aline Gorsen, with whom I feel a strong connection. I am really happy that all of them were willing to work with me on this one.

I am extremely happy with its outcome, I might even like it better than the first one. Its different yet the same. Difficult to say.


CHVE_2
CHVE life. Photographer: @thefoxismine (The Fox Is Mine)


For more informations visit:
CHVE @
Facebook
Amenra
Official
Church of RA
Official



"Le Petit Chevalier" from the new CHVE album "100910" @
Consouling Sounds

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Termin März 20167

– 16.05.2017 –
Termin Mai 20167

– 11.06.2017 –
Termin April 20167

– 13.06.2017 –

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© by Reset Black. "Reset Black" is a Radioshow for those who enjoy sounds on the periphery of silence.