Stacks Image 227

Line

Des Lichtes letzter Schein.

Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
"Beyond The Clouds" zum Thema und gab musikalisch Antworten auf die Fragen, warum unaufhaltsam das Leuchten der Erinnerung im Sog der Vergessenheit schwindet und die Lyrik der Hingabe unvollendet bleiben wird.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 29. November 2016, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Propergol – Gruesome (Chair Et Crochet), pt.I
In Slaughter Natives – Fall Apart
SPK – In Flagrante Delicto
Omala – Times 4
Dead Can Dance – Rakim
sToa – Autumn
Erik Lewander & Olle Ljungman – Eva Gets Shot
The Revolutionary Army (Of The Infant Jesus) – Nostalgia
Hope Sandoval & The Warm Inventions – Into the Trees
Anna von Hausswolff – Come Wander With Me / Deliverance
Propergol – Gruesome (Chair Et Crochet), pt.II
21:00 – 22:00
Paul Lemos & Joe Papa – Psalm (of Angels)
And Also The Trees – Lady D'Arbanville
Laibach – Mama Leone
3rd And The Mortal – Persistent And Fleeting
Anna von Hausswolff – Discovery
John Murphy – Kanada's Death, Pt. 2 (Adagio In D Minor)
Letum – With Closed Eyes I Can See
Hypnopazūzu – Your Eyes In The Skittle Hills
Zola Jesus – Manifest Destiny
MONO – Ashes In the Snow
BeyondTheClouds
Album der Sendung I
Hypnopazūzu –
Create Christ, Sailor Boy

Hypnopazūuzu

Hypnopazūzu Official
Filmtipp der Sendung
Demon – Dibbuk


Demondibbuk
Album der Sendung II
Anna von Hausswolff –
The Miraculous

AnnavonHausswolff

Anna von Hausswolff Offical
Demon – Dibbuk.

Ein junger Mann auf einer Fähre. Irgendwo in Polen. Trotz des Sonnenscheins stehen die Zeichen nicht gut. Eine Frau, scheinbar entrückt, im Wasser. Die Ambulanz wirkt hilflos. Nebensächlichkeit.

Der junge Mann ist Pjotr. Aus London kommend – auf dem Weg zu seiner Hochzeit. Pjotrs große Liebe Zaneta lebt auf dem polnischen Land. Ihre Familie und das soziale Gefüge scheinen soweit normal. Pjotr und ein großer Teil von Zanetas Familie sehen sich das erste mal – man ist sich sympathisch. Die Hochzeit kann beginnen. Der Schnaps beginnt zu fließen.

Die Mitgift der Brautfamilie ist das alte Haus des Großvaters. Am Tag vor der Hochzeit entdeckt Pjotr auf dem Grundstück des Hauses, eher zufällig, ein menschliches Skelett. Und fremde Namen an der Wand. Von der Magie der Hochzeitsvorbereitungen gefangen, verschweigt er seinen Fund. Es folgt eine von Schnaps geschwängerte Nacht voller Albträume.

Die Party beginnt und der Schnaps fließt weiter. Es wird getanzt, es wird getrunken, es werden Reden gehalten. Ein rauschendes Fest. Bis zu dem Moment als Pjotr anfängt sich zu verändern. Erst sind es nur Verwirrungen – Pjotr nennt Zaneta in seiner Rede Hana, Schwindelattacken und Nasenbluten – später epileptische Zuckungen. Zanetas Familie glaubt, das Pjotr einfach nur betrunken ist. Als Pjotr aber anfängt eine unbekannte Sprache zu sprechen, wird der Brautvater nervös. Er glaubt es wäre Deutsch. Der alte Dorflehrer, der letzte jüdische Einwohner im Ort, begreift sofort: Pjotr spricht Jiddisch. Und der Name Hana scheint ihm etwas zu sagen …

Eine Hochzeit in Polen, so der Vorabtitel, ist kein gewöhnlicher Film. Die polnisch-israelische Koproduktion ist ein radikaler Film. Derb schwarzhumorig und fast absurd komisch porträtiert Regisseur Marcin Wrona die polnische Gesellschaft, deren Traditionen und das Aufstreben in die Moderne. Sein schonungsloser Blick in die polnische Geschichte macht "Demon – Dibbuk" darüber hinaus zu einem ganz besonderen Film. Itay Tiran als Pjotr und Agnieszka Zulewska als Zaneta, spielen großartig auf. Auch alle anderen Charaktere, vom Brautvater, über den alten Lehrer, den Dorfarzt bis hin zum Pfarrer, sind sensationell gut besetzt. Die Musik von Krzysztof Penderecki ist folgerichtig und kleidet "Demon – Dibbuk" zusätzlich in ein schweres Gewand.

Auch wenn das Wort Dibbuk bereits vorab einiges verrät, so bleibt doch das Überraschungsmoment. "Demon – Dibbuk" ist am wenigsten in der Kategorie Horror zu verorten. Freunde von Ole Bornedals "The Possession" werden hier nicht fündig. Vielmehr gibt Marcin Wrona mit "Demon – Dibbuk" ganz ohne moralische Wertung einen tiefen Blick in die polnische Seele.

Am 19. September 2015 fand Marcin Wronas Ehefrau Olga Szymanska ihren Mann erhängt im Bad seines Hotelzimmer in der polnischen Stadt Gdynia. Dort wurde zur selben Zeit sein Film "Demon – Dibbuk" bei einem Filmfestival aufgeführt. /.fjs/

Line

THO-SO-AA – Lost In Experimental Garbage.

Unser neues Video zum Song "Lost In Experimental Garbage" von THO-SO-AA ist fertig. Wie immer: viel Spaß beim anschauen/hören.

Line

Von der Bürde frei zu sein.

Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
“The Solitude of Liberty“ zum Thema und ging musikalisch auf die beschwerliche Reise über den Gipfel des Moments, dem Verblassen seiner Schatten und dem Ungewissen danach.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 01. November 2016, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Wojciech Kilar – Ascension
MONO – The Last Scene
Leyland Kirby – Departure
Apoptose – ...und Null Sekunden
alt-J – Hunger of the Pine
Russian Circles feat. Chelsea Wolfe – Memorial
Evi Vine – Give Your Heart to the Hawks
The Coral Sea – Your Prisons are Home
Hecq – I Am You
The Black Heart Rebellion – Violent Love
Rafael Anton Irisarri – Moments Descend on my Windowpane
Jamie N Commons – Lead Me Home
Sharon Van Etten – Serpents
21:00 – 22:00
AMENRA – The Dying of Light
Cindytalk – Walking In The Snow
Wardruna – UruR
MONO – Ely's Heartbeat
Treha Sektori – Entori Ketesnah
Sembler Deah – Troosteloos
Lisa Gerrard – In Exile
Mugison – Bíum bíum bambaló
Esmerine – Funambule (Deus pas de Serein)
Darkher – Hung
Rammstein – Seemann
Solitude
Album der Sendung I
MONO –
Requiem for Hell

Mono

MONO Official
Filmtipp der Sendung
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh

Rosalind
Album der Sendung II
Wardruna –
Runaljod: Ragnarok

Wardruna_III

Wardruna Official
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh.

Der Antiquitätenhändler Leon Leigh lebt ein urbanes Leben abseits seines Elternhauses. Seit Jahren entfremdet und ohne Kontakt zu seiner Mutter. Zu radikal wurden die religiösen Überzeugungen nach dem Selbstmord ihres Ehemannes, zu groß der Graben zwischen Mutter und Sohn.

Eines Tages bekommt Leon die Nachricht, das seine Mutter ebenfalls durch Suizid aus dem Leben geschieden ist. So kehrt er als Alleinerbe nach vielen Jahren in das Elternhaus zurück.

Als Leon das Haus betritt, ahnt er, das aus der religiösen Überzeugung seiner Mutter ein verstörender Wahn geworden ist. Das gesamte Haus ist mit Engelsstatuen, Reliquien und unglaublich vielen sakralen Bildern und Figuren vollgestellt. Sein Argwohn wird umso größer, als Leon religiöse Antiquitäten entdeckt, welche er vorher an Unbekannte verkauft hatte.

Nachdem Leon alte Videokassetten mit rituellen Engelsanbetungen und alte Zeitungsartikel über den Tod seines Vaters entdeckt, wächst das Unbehagen. Es reift die Erkenntnis, das sein Elternhaus eine Art geheime Kirche gewesen sein muss. Seine inneren Ängste werden durch immer unheimlichere Ereignisse verstärkt. Und als er die verschlossene Tür zu einem Altar öffnet, beginnt das Unheimliche um ihn herum mit der Realität zu verschmelzen.

Türen an die gehämmert wird. Ein Garten aus dem unbekannte Geräusche dringen und ein tierartiges Wesen. Leon ahnt bereits: Er ist nicht allein in diesem Haus. Irgendwer, besser irgendetwas, will mit ihm Kontakt aufnehmen.

"The Last Will and Testament of Rosalind Leigh" ist ein unheimlicher Film. Zum einen ist da die aufgeklärte Figur Leon und zum anderen seine tote Mutter, die nach ihrem Ableben mit ihrem Sohn in Kontakt treten will. So entsteht für den Zuschauer ein atmosphärisch kompakter Film, der die Interaktion der beiden Figuren, wobei die der Mutter quasi gar nicht existent ist, auf ein ganz besonderes Level hebt.

Regisseur Rodrigo Gudiño schafft mit "The Last Will and Testament of Rosalind Leigh" einen außergewöhnlichen Film. Einen Film, der auf jede Art von Schock verzichtet und stattdessen mit einer unheimlichen, fast schon hypnotischen, Inszenierung zu begeistern weiß – und das Vanessa Redgrave die tote Mutter verkörpert, ist einfach nur grandios. Von den Kameraeinstellungen über den sorgfältig eingesetzten Sound, bis hin zu der wirklich bezaubernden Filmkulisse: "The Last Will and Testament of Rosalind Leigh" ist eine ungewöhnliche, düster-romantische Empfehlung für die kalte Jahreszeit. /.fjs/

Line

5 Questions to: Colin H. van Eeckhout (CHVE, AMENRA, Church of Ra).

Colin H. van Eeckhout (CHVE) is the founder of the belgian band AMENRA and the art construct named Church of Ra (COR). By his intense soloproject CHVE Colin H. van Eeckhout flanks Church of Ra and enriches thereby their artistically aesthetic.
In addition Colin H. van Eeckhout is also involved into musical projects such as KINGDOM, SEMBLER DEAH, HARLOWE and CAAN.

The music of CHVE is a dark, ritual experience. A revelation. Hypnotic and sacred. A spiritual energy, born at a sea of pain and suffering. A metamorphosis of light and shade.


CHVE_1
Colin H. van Eeckhout. Photographer: Olli Bery (olli-bery.com)


Reset Black: For some of us Church of Ra is just a collective. Consisting of artists completing each other and sharing equal philosophical ideas. For some the inner circle of Church of Ra is a dark sea with majestic bridges leading to the centre named temple of AMEMRA. It is said that each thought falling into the sea becomes a whispering. The more those whisperings spread the louder and more hypnotic it will be. Which of both theories is the best description of Church of Ra and what does the existing of Church of Ra means for you individually?

Colin H. van Eeckhout: COR will never be just a collective, to me. To others maybe. But I have the impression that we are building something bigger, something substantial.

At its origin is AMENRA indeed. And as we were building what some could see as our temple our church, other likeminded people joined us and are still joining us. It saddens me to hear people talk about just a summation of bands. It is about more than that, it’s a bout a moral mindset, an approach to life. That we will never write down. it is open to all interpretation. At is base lies the essence of life, in all it’s glory and Light, and subsequently all its Darkness and misschief.

It is a view, a stance in life, that we try to portray through art instead of scripture or ruling. Sharing experience and wisdom. Beauty within the Ugliness.

Reset Black: The consequent musically development since AMENRA’s brute masterpiece MASS V is leading in your history to 2 extraordinary releases. First there is AMENRA’s unique acoustic album Alive. And next there is the first longplayer RASA from your soloproject CHVE. Especially RASA is a dark, ritual revelation – a sacred oeuvre. It sounds as if deep suffering and infinite pain are transforming into spiritual energy and salvation. What are the reasons to create RASA as intense and gritty? It almost sounds like a broken soul …

Colin H. van Eeckhout: “Reason” it is an abstract force that forces you into creation, I sometimes have ideas or images in my head, that I simply ‘feel’ it is my duty to make it real. Or share it with others. There is no strategic marketing involved, we simply feel ‘we have to’ …

Alive grew out of the pure necessity to document this phase in our existence. We had released an acoustic ep called ‘Afterlife’ in 2009, as a living testament to our children. Acoustic Live shows came more numerous after a few years, and we felt as if we had entered a new chapter in our existence. I truly believe it completes us as a band, the use of ‘less’ volume and more vulnerability of all of us, obliges us to reach out to a new emotional palet that we don’t necessarily use in AMENRA’s heavy form. I believe it enriches us. We tell our story in a different way, as we do with everything art related.

Rasa, came instinctively. I had bought a hurdy gurdy together with Lennart (Amenra, Oathbreaker) and we were looking for ways to incorporate the instrument in AMENRA’s new material. I was the first one to claim the instrument for a while and started experimenting with effects and amps and so forth, everything was new and open, since we don’t really have anyone close to us whom knew the instrument, and how to work around it.

The freedom worked liberatingly well, and pretty soon I had created the first work, Rasa. Only because Mathieu (AMENRA, Syndrome) and Dehn Sora (Treha Sektori, Sdeah) persuaded me in making an actual release out of it, my first solo album was born. But only with lots of help from Dehn, whom gave me confidence and helped me with the producing part.

Rasa, mainly, questions a mans position in life. A father reduced from patriarch to child. Sometimes ideas like that linger inside my head, and instead of losing myself inside my own head, I use the thought and tension, to create music, or make art in general. It got triggered when one of my family members got really sick a couple of years back now, changing the lives from everyone around him.

Reset Black: Contrasting AMENRA and CHVE some things are evident. On the one hand we have this 4 year old, very physical and brute album MASS V – and on the other hand there is these much more fragile and soulful album RASA. Although the differing styles there are lots of linking elements. Both oevres are wafted by a spiritual nebula and become merged by a kind of ethereal affinity. Especially their visual aesthetic is remarkable. Are those works only rhetorical devices to enrich the music by an additional emotional momentum? Or is the idea to come into existence of something "bigger". Further levels and spaces seem to be created …  

Colin H. van Eeckhout: I think I semi answered this question above. :) 

Both really, I like how you refer to the rhetorical nature of it, that is beautifully put. It is actually as simple as that, a lot of the artistic works, be it video or music, where we question ourselves, might not ever need to be answered. It is the process that sometimes enriches us most as human beings.
The visuals and video, are merely additional mediums to tell the story, visualize the sentiment. The moment, I genuinely believe that they make it a more memorable piece of art.

I do believe that all different artistic media combined, make of it a ‘bigger’ creation, a stronger one. We need to take it as far as we humanly can.

No matter what style I will most likely create, it will always be the same story, I am not a man of concepts. I am who I am. I have my life, and I only have my story to tell, no one elses. But maybe if we succeed to stay true to its essence we succeed in making it everyones story. That is what I believe to be its true strength.

Reset Black: Currently you are on tour. Beside Syndrome, a further project from the environment of Church of Ra, you are on stage with the terrific Jozef van Wissem. Quite recently you were live on stage with the legend of neofolk: Death in June. Considering both projects there are very probably similarities. Otherwise CHVE seems to be more free and spread in its musically work. How does this exceptional musical rendezvous happens?  

Colin H. van Eeckhout: Difficult to explain, through our ‘careers’ we simply come across kindred spirits time and time again. I believe there is an unconditional respect between all artists who paved their own (long) paths. And sometimes they cross, it is a beautiful thing really. Be it Douglas or Jozef, I was truly honored to share those moments with them. When there is a connection, you always know new things might come from that. You simply feed off each others inspiration, and come to new ideas way quicker. You learn from each other. Its beautiful really. You learn a lot when on the road.

Reset Black: On november 11 the time has come: Release date of your latest solo album 10910. Attending you are on tour – also in Germany. The official teaser trailer is already awesome. What exactly do we have to expect? A musical continuation of RASA? Or do you break open a completely new room inside the universe of Church of Ra?

Colin H. van Eeckhout: Not yet :) It is indeed a continuation of what I started with Rasa. You see, Rasa was written and then reconstructed in the studio, whereas the studio is a totally different world from ‘a stage’. You simply have more control and a zillion more options, to work with. You can keep on building and there are no restrictions. Whereas live, when on your own. You only have the options you allow yourself to have. So you have to deconstruct again, but always work with that essence.

10910 is a stripped down, honest representation of what CHVE does live for the moment now. Thats why I wanted it to be a one take recording, no compromise. From the gut. The ‘moment’ is a very powerful thing. You instantly feel it. Aaron Harris (Isis etc) took it to a higher level with his mix, together with my friend Jerboa, who mastered it.

Artwork was done by Tine Guns and Aline Gorsen, with whom I feel a strong connection. I am really happy that all of them were willing to work with me on this one.

I am extremely happy with its outcome, I might even like it better than the first one. Its different yet the same. Difficult to say.


CHVE_2
CHVE life. Photographer: @thefoxismine (The Fox Is Mine)


For more informations visit:
CHVE @
Facebook
Amenra
Official
Church of RA
Official



"Le Petit Chevalier" from the new CHVE album "100910" @
Consouling Sounds

Line

Vom Rauschen des Windes in B-Moll.

Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
“Mourned by the Wind“ zum Thema und gab musikalisch Antworten auf die Fragen, warum Kakophonie und Euphonie Geschwister, die Tragödie ihre Sprache und die Dramatik ihr Herzschlag sind.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 04. Oktober 2016, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Alexandre Desplat – River
Nine Inch Nails – Something I Can Never Have
Nick Cave & The Bad Seeds – Distant Sky
sleepmakeswaves – One Day You Will Teach Me to Let Go of My Fears
Artwork – Stadt der Träume
Atrium Carceri – Black Needle
sleepmakeswaves – So That the Children Will Always Shout Her Name
MONO & World's End Girlfriend – Trailer 5
Imany – I Long For You
21:00 – 22:00
Sieben – A Hart for St Hubertus
Nick Cave & The Bad Seeds – I Need You
MONO – Burial At Sea
God Is an Astronaut – The Last March
Hypnopazūzu – Incidentally, Shaitan
Imany – Lately
Lucy Claire – Kaiwata Tsuki - The Barren Moon (Solo Piano)
Trentemøller – Hazed
Lawrence English – April 4 - And he Sleeps
finglebone – A Blankness in the Blood
Year of No Light – Cimmeria
Mourned
Album der Sendung I
Nick Cave & The Bad Seeds –
Skeleton Tree

NickCave

Nick Cave Official
Filmtipp der Sendung
Delirium

Delirium
Album der Sendung II
Imany –
The Wrong Kind of War

Imany

Imany Official
Delirium.

Ein Motorradfahrer, Parasiten und chinesische Instant-Nudeln.

Press Reset.

Die Dystopie einer Großstadt. Ein Zeitfenster. Innerhalb dessen kreuzen sich, vermeintlich zufällig, die Wege zweier junger Frauen.

Press Reset.

"Delirium" ist die Geschichte einer junge Frau, die von einem Parasiten infiziert ist. Damit scheint sie aber nicht allein und die Stadt in einer Art Ausnahmezustand zu sein. Aus dem Elevator ins Strobogewitter. Dunkle Straßen, teilnahmslose Menschen, ein Videostore. Paranoia und Amnesie. Grenzen werden fliessend, Sichtweisen transluzent und der Horrortrip beginnt.

Press Reset.

Regisseur Cosmotropia de Xam schickt eine junge Frau auf eine brutale, somnambulische Reise durch einen arg derben Albtraum. Im Delirium, scheinbar fremdgesteuert. Konsum, Vergiftung, Entfremdung. Das Wiederkehren des unbekannten Motorradfahrers und sein Tod. Was passiert? Wer ist der "Puppet Master"?

Press Reset.

Mit dem bewussten Verzicht auf den kommunikativen Dialog nimmt Cosmotropia de Xam nicht nur den Protagonisten die Fähigkeit der rationalen Interaktion, sondern raubt diese auch dem Zuschauer. Zurück bleibt eine gewisse Sprachlosigkeit, welche sich aber in den zahllosen, rückwärts laufenden Einstellungen wohlfühlt und wie ein Katalysator wirkt. Es entsteht das übermächtige Gefühl dem Ist-Zustand, dem Jetzt, entfliehen zu wollen – aber nicht zu wissen wohin. Keine Ahnung. Kein Ausweg.

Press Reset.

Extreme close-ups, schnelle Schnitte sowie die wechselseitig wiederkehrenden Transformationen vom Organischen zum Technischen werden in jeder einzelnen Szene deutlich. Sichtbar, unsichtbar und verfremdet.

"Delirium" ist ein in Korridore unterteilter, surrealer, fast übertrieben bizarrer Film, der für einige sicherlich schwer verdaulich und für manche wie eine Offenbarung wirkt. Experimentalfilmer Cosmotropia de Xam schafft mit "Delirium" ein sperriges kleines Meisterwerk – tiefgehend, verstörend und hypnotisch. Die Besetzung der Rollen der beiden jungen Frauen mit Shivabel Coeurnoir und Maya Schneider ist eine großartige Wahl. Sie wirken, als seien sie einzig dafür geschaffen worden, Teil dieses Deliriums zu sein.

Musikalisch zeichnen sich für diesen ultimativ harten Mindfuck "Drug Machine" verantwortlich. Ebenfalls federführend dabei ist Cosmotropia de Xam. Das bedeutet in Summe: 78 Minuten unheimlicher, düsterer, kalter, elektronischer Witch House – in der Tristesse verhaftet und von jeglicher Rationalität befreit.

"The scientist press speaker say that the situation is under control … These were the News of the Day. Good Night.". /.fjs/

Line

Von den Schatten der Wiederkehr.

Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
“In Your Darkest Hour“ zum Thema und ging musikalisch den Fragen nach, weshalb nach einem unerwarteten Besuch im dem nicht "Hier" und dem nicht "Dort", die Stille nicht dein Freund und der dunkle Strom unter der berstenden Brücke besitzergreifend ist.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 06. September 2016, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Peter Broderick – Under the Bridge
Woodkid & Nils Frahm feat. Robert De Niro – Winter Morning II
Daigo Hanada – Again
Bliss feat. Sophie Barker & Merethe Sveistrup – Overture
Zbigniew Preisner – Meeting
Syndrome – Wolf
Bad Sector – Oxis
TeHÔM – The World Ended
Hilmar Orn Hilmarsson & Sigur Rós – Helpless
Synth Sense – Lone Figure in the Distance
Joy Division – Atmosphere
21:00 – 22:00
Ulrike Haage / Durs Grünbein – Memento Mori II
Ulaş Pakkan – Karakol
John Hardy, Victoria Ashfield & Benjamin Talbott – Blood Bath
Zbigniew Preisner – Lacrimosa (Day of Tears)
Mercantan – Five Degrees Centigrade
Hilmar Orn Hilmarsson & Sigur Rós – Journey to the Underworld
Bliss feat. Ane Brun –Trust In Your Love
Loscil – Lodge
Ulaş Pakkan – Çağrı
Andy Stott – Submission
Bliss feat. Sophie Barker, Lisbeth Scott & Merethe Sveistrup – The Hope
Andrey Dergachev – Heavy Saturation
M U H D – Severing
Thisquietarmy – Masquerade
If These Trees Could Talk – One Sky Above Us
Shiri Malckin – September
DarkestHour
Album der Sendung I
Bliss –
No One Built This Moment

Bliss

Bliss @ Facebook
Filmtipp der Sendung
Baskin


Baskin
Album der Sendung II
Woodkid & Nils Frahm –
Ellis

WoodkidFrahm

@ Erased Tapes Records
Baskin.

Irgendwo in der Türkei. 5 befreundete lebenslustige Polizisten pausieren zwischen ihren Einsätzen in einem Restaurant. Nach einigen Merkwürdigkeiten machen sie sich zurück auf die Straße, als sie ein Notruf erreicht. Schwer verständlich wird über Walkie Talkie ihre Hilfe bei einem Einsatz angefordert. Dann bricht die Verbindung ab. Und der Einsatzort, so erinnert sich einer der Polizisten, ist ein Ort um den sich finstere Legenden ranken – eine alte Polizeistation aus osmanischer Zeit …

So beginnt "Baskin", das außergewöhnliche Debüt des jungen türkischen Regisseurs Can Evrenol. Was wie ein Independent-Film mit Arthouse-Anleihen beginnt, entwickelt sich nach ungefähr der Hälfte des Filmes zu einem wahren Mindfuck.

Nachdem die 5 Polizisten – nach einem eigenartigem Unfall – ihren Einsatzort erreichen und feststellen müssen, das der Streifenwagen vor dem alten Gebäude verwaist ist, breitet sich bei allen Unbehagen aus. Dennoch öffnen sie die Tür zu der alten Polizeistation.

Was folgt, je tiefer sie in die Katakomben vordringen, ist eine Reise in tiefste Abgründe. Ein langer Weg, blutige, magische Rituale und wilden Kreaturen – der Kampf ums Überleben hat begonnen.

Um eines gleich vorweg zu nehmen: "Baskin" ist, mit Distanz betrachtet, kein Film bei dem das brutale Abschlachten im Zentrum der Geschichte steht, auch wenn die eine oder andere Gore-Szene schon an der Grenze des Erträglichen ist. Aber derer sind es nur wenige. Vielmehr funktioniert "Baskin" auf verschiedenen – zeitlichen wie räumlichen – Ebenen. Die okkulten Rituale sind längst nicht so eindimensional wie erwartet. Und gerade die Interaktionen der Protagonisten auf einer weiteren, einer eher magischen Ebene, lassen "Baskin" zu einem modernen Genre-Klassiker werden.

Regisseur Can Evrenol hat das Talent, von der ersten Sekunde an den Zuschauer in eine Welt zu entführen, in der das Grauen und die Angst ständiger Begleiter sind. Unübersehbar sind die tiefen Verbeugungen vor Carpenter und Argento.

"Baskin" ist, trotz genannter Anleihen, ein Film mit einer ganz eigenen Ästhetik. Vom türkischem Setting über die Farbgebung, von der Interaktion der Protagonisten auf vielschichtigen Ebenen bis zu der direkten, ebenfalls mehrschichtigen Verbindung zu dem Peiniger. An dieser Stelle muss ebenfalls erwähnt werden, das gerade die wiederkehrenden Elemente, wie z. B. die wiederholt auftauchenden Frösche – ein Symbol der Fruchtbarkeit – den Film auf eine mehrdeutige Art überraschend emotional aufladen.

Das gesamte Schauspieler-Ensemble ist perfekt und jede Szene außergewöhnlich in Harmonie. Der Soundtrack ist umwerfend gut gelungen und fügt sich mit einer an Perfektion grenzender Weise, in jede einzelne Szene ein. Damit ist "Baskin" komplexer und tiefgreifender als viele andere Genre-Vertreter. Ein großartiger Erstling – ein opulentes Meisterwerk. /.fjs/

Line

Wenn das Momentum der Stille zur Poesie wird.

Diese Ausgabe der Radioshow "Reset Black" hatte
“A View to Eternity“ zum Thema und gab musikalisch Antworten auf die Fragen, warum im Angesicht der Ewigkeit die Seele Ruhe finden kann und die Architektur der Weite ihr Begleiter ist.

Fröhliches resetten am Dienstag, den 09. August 2016, ab 08:00 pm CET / 20.00 Uhr German time …
20:00 – 21:00
Council of Nine – Tower of Silence
Tindersticks – La Guerre Souterraine
Paul Giovanni – Opening / Loving Couples / The Ruined Church
Swans – When Will I Return?
Reutoff – Something Chose me
This Will Destroy You – The World Is Our
Raison D'Être – Pathaway
Rafael Anton Irisarri – Embraced
Benjamin Shielden – Family Trade
Patrick Cassidy – Dream
This Will Destroy You – There Are Some Remedies Worse Than the Disease
21:00 – 22:00
Benjamin Shielden – Sleep Paralysis
Flowers for Bodysnatchers – And There Is A Darkness
Dahlia's Tear – 2nd Sky. Between Lights, Unreleased Colours and Earth
The Inward Circles – Two Opposed Leaves At the Root
Detritus – After
Detritus – The Very Idea
Set Fire To Flames – 'I Will Be True...' (from Lips of Lying Dying Wonder Body #1) / Reign Rebuilder [Head]
PJ Harvey – To Bring You My Love
Esmerine – The Neighbourhoods Rise
Explosions In the Sky – The Ecstatics
Thisquietarmy – From Darkness Redux
viewofeternity
Album der Sendung I
This Will Destroy You –
Young Mountain

ThisWillDestroyYou

This Will Destroy You Official
Filmtipp der Sendung
The Survivalist


Survivalist
Album der Sendung II
Detritus –
The Very Idea

Detritus

Detritus @ Facebook
The Survivalist.

Petrus 4:7 – Es ist nahe gekommen, das Ende aller Dinge.

Der theoretische Begriff "Peak Oil" ist wahr geworden. Das Erdölfördermaximum ist erreicht und kann die massive weltweite Nachfrage nicht mehr bedienen. Als Folge kollabiert die Wirtschaft und die Zivilisation neigt sich dem Ende zu.

Die Geschichte von "The Survivalist" spielt genau zu jener Zeit.

Irgendwo in Nordirland. Ein einsam in der Wildnis lebender Mann versucht zu überleben. In einer Holzhütte mit einem kleinen Garten. Mit einer eigenen Geschichte. Abgeschirmt von der Umwelt, die der Zuschauer nur vage als Bedrohung definieren kann. Der namenlose Protagonist hat klare Regeln. Eine davon ist: Keine Fremden, keine Außenwelt. Eine andere: Wer in den Radius seiner Isolation eindringt, stirbt.

Als eines Tages Kathryn mit ihrer Tochter Milja vor seiner Hütte auftaucht und ihm das Tauschgeschäft Sex gegen ein Dach über dem Kopf und Essen vorschlägt, bricht er seine eigenen Regeln. 7 Jahre in der Isolation fordern ihren Tribut.

Daraus entspinnt sich eine intensive Geschichte um Instinkte, Misstrauen, Verlust und der Hoffnung auf das Überleben jedes Einzelnen. Als zu den entstanden Spannungen auch noch Fremde auftauchen, beginnt für die Drei ein schonungsloser Überlebenskampf, mit wechselnden Konstellationen.

Regisseur Stephen Fingleton schafft Großartiges. Er bettet "The Survivalist" in eine poetische, fast malerisch anmutende Landschaft. Gerade in einem intensiven Grün, dann wieder in dunklen Farben mittelalterlicher Bilder getaucht. Die klassischen Bilder der Postapokalypse sind genausowenig zu finden, wie ausufernde, blutige Gewaltexzesse. Fingleton reduziert die Geschichte auf das Wesentliche – und tut dies mit außergewöhnlicher Wucht. Perfekt konstruierte Szenen und eine stark verdichtete Story erlauben es dem Regisseur, während des eigentlichen Films komplett auf Musik zu verzichten. So wird "The Survivalist" intensiver, poetischer aber auch verstörender.

Die schauspielerischen Leistungen, gerade von Martin McCann, sind enorm und wirken in jeder Sekunde absolut authentisch. Das gezielte Spiel von Körpersprache und Mimik machen "The Survivalist" zu einem extrem außergewöhnlichen Film.

Mit Wehmut muss ich feststellen, das "The Survivalist" wieder eines jener Filmjuwelen ist, die ohne den Umweg des deutschen Kinos, gleich auf DVD erscheinen. Ein Jammer und ein Abziehbild für die gierige Zeit in der wir leben. Womit wir urplötzlich wieder bei einem zentralen Kern des Filmes wären … /.fjs/

Line

Termin Dezember 2016

Dienstag, der 27.12. 2016.
Termin Februar 20167

– tbd –
Termin Januar 20167

– tbd –

Line


© by Reset Black. "Reset Black" is a Radioshow for those who enjoy sounds on the periphery of silence.